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Die Kirchenburg Rothberg im Dorf Roșia
Kirche & KlosterSiebenbürgen

Kirchenburg Rothberg: eine romanische Basilika östlich von Hermannstadt

Die Kirchenburg Rothberg (rumänisch Biserica fortificată din Roșia) ist eine evangelische Kirchenburg im Dorf Roșia (Rothberg) im Kreis Sibiu, auf der siebenbürgischen Hochebene östlich von Hermannstadt. Die um 1225 von den Siebenbürger Sachsen erbaute Kirche bewahrt ihren romanischen Basilikagrundriss und einen reich verzierten Barockaltar.

1600 brannte das Heer Michaels des Tapferen das Dorf Rothberg nieder, doch die sächsische Kirche, rund 375 Jahre zuvor als romanische Basilika erbaut, hielt der Belagerung stand.

WoRoșia (Rothberg), Kreis Sibiu, auf der Harbach-Hochebene in Siebenbürgen
ArtEvangelische Kirchenburg, romanische Basilika von etwa 1225
Ideal fürsächsische Kirchenarchitektur, einen Barockaltar und ein ruhiges Dorf abseits der Hauptrouten
AnreiseÖstlich von Hermannstadt; der Ratsturm und die Lügenbrücke in Hermannstadt liegen etwa 13 km entfernt

Die Geschichte der Kirchenburg Rothberg

Rothberg (rumänisch Roșia) liegt im Harbachtal, auf der Hochebene des Hârtibaciu, und Menschen lebten hier lange vor der Ankunft der Sachsen. Archäologische Funde aus der Umgebung reichen bis in die Bronzezeit, und südwestlich des Dorfes sind die Reste einer dakischen Befestigung verzeichnet. Den deutschen Namen verdankt das sächsische Dorf den Grafen von Rothberg, die im 14. und 15. Jahrhundert bedeutend waren. Die erste schriftliche Erwähnung stammt von 1327, als ein Pfarrer namens Ludovicus genannt wird. Bis 1786 gehörte Rothberg zum Hermannstädter Stuhl, einem der Sieben Stühle, der Selbstverwaltungsbezirke der Siebenbürger Sachsen.

Die Kirche ist älter als diese erste Erwähnung. Sie wurde um 1225, als das Gebiet zum Königreich Ungarn gehörte, als romanische Basilika mit drei Schiffen, einem kreuzrippengewölbten Chorquadrat, einer Halbkreisapsis und ohne Turm errichtet. Zunächst war sie römisch-katholisch und wurde nach der Reformation evangelisch. Aus diesem ersten Bau haben sich der Chor, der Triumphbogen, die Pfeiler zwischen den Schiffen, Teile des Nordportals und der basilikale Querschnitt erhalten; im Lauf der Jahrhunderte wurde er nur wenig verändert.

Seit Beginn des 16. Jahrhunderts wurde die Kirche als Zufluchtsort wehrtechnisch ausgebaut, mit einer von Strebepfeilern gestützten Ringmauer, von der im Norden der Kirche Reste erhalten sind. Auf die Probe gestellt wurde die Verteidigung 1600, als das Heer Michaels des Tapferen das Dorf belagerte: Die Häuser brannten nieder, doch die Kirchenburg hielt stand. 1631 verwüstete erneut ein Brand das Dorf, und um die Mitte des 18. Jahrhunderts wurde Rothberg mit Neusiedlern aus Österreich wiederbesiedelt. Im Lauf des 18. Jahrhunderts erhielt die Kirche an der Westseite eine Eingangshalle, die Fenster wurden vergrößert und eine Sakristei aus Backstein angebaut.

Das Innere erhielt im 18. und 19. Jahrhundert sein heutiges Aussehen. Eine hölzerne Kanzel mit Eisengeländer stammt von 1781, der Barockaltar von 1782. Eine Orgel mit sechs Registern baute um 1850 Heinrich Maywald. 1889 wurde die flache Decke des Mittelschiffs durch ein Gewölbe auf Pilastern ersetzt, und der Bogen über dem Chor erhielt Malereien des 19. Jahrhunderts mit einer lateinischen Inschrift. Heute sind die Kirche, die Mauerreste und der Glockenturm einzeln als Baudenkmäler eingetragen.

Kuriositäten rund um die Kirchenburg Rothberg

  • Der Name Rothberg geht auf die Grafen von Rothberg zurück, die hier im 14. und 15. Jahrhundert bedeutend waren. Die erste Urkunde von 1327 verwendet die lateinische Form „de Ruffomonte“, „vom Roten Berg“.
  • Der Barockaltar von 1782 steht unter einem Baldachin auf sechs korinthischen Säulen und zeigt ein Kruzifix mit Figuren der Maria, des Johannes und zweier Engel.
  • Die Kirche hatte keinen eigenen Turm. Seine Stelle nimmt der einzige erhaltene Wehrturm der Befestigung ein, rund 8 m hoch, mit einer Uhr an der Straßenseite, die nicht mehr läuft.
  • Die Orgel baute um 1850 Heinrich Maywald; sie hat sechs Register und wurde 1900 und 2010 repariert.
  • 1910 wurde die Bahnlinie von Agnita nach Hermannstadt mit einer Station in Roșia eröffnet. Sie wurde 2001 stillgelegt, seitdem hat sich eine Gruppe gebildet, die die ganze Strecke wieder in Betrieb nehmen möchte.
  • Das Mittelschiff hatte ursprünglich eine flache Decke. Erst bei der Restaurierung von 1889 erhielt es das Gewölbe, das heute die Besucher überspannt.

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Einige Beschreibungen sind maschinell übersetzt.

Kirchenburg Rothberg besuchen: Das lohnt sich

  • Achten Sie zuerst auf die romanischen Teile: den Chor, den Triumphbogen, die Pfeiler und Bögen zwischen den Schiffen und das Nordportal.
  • Im Inneren sind der Barockaltar von 1782 und die Kanzel mit Baldachin von 1781 die am reichsten verzierten Stücke.
  • Draußen finden Sie die Reste der Ringmauer, den 8 m hohen Wehrturm, der als Glockenturm dient, und die Strebepfeiler entlang der Mauer.
  • Rothberg ist ein kleines Dorf, etwa 13 km vom Ratsturm und der Lügenbrücke in Hermannstadt entfernt; das Kloster Cârța liegt etwa 20 km entfernt, die Kirchenburg Valea Viilor etwa 30 km.
  • Ob und wann die Kirche betreten werden kann, geht aus den Quellen nicht hervor; prüfen Sie daher vor der Anreise die aktuellen Öffnungszeiten oder fragen Sie vor Ort.

Öffnungszeiten, Zugang und Bedingungen können sich ändern. Bitte vorab prüfen.

Karte: Lage von Kirchenburg Rothberg

Fotos: Kirchenburg Rothberg

Die Kirchenburg von Roșia
Die evangelische Kirche von Roșia, Ansicht 1
Die evangelische Kirche von Roșia, Ansicht 2
Die evangelische Kirche von Roșia, Gesamtansicht
Kirchenburg Rothberg, zweite Ansicht

Fragen

Wo liegt die Kirchenburg Rothberg?

Sie liegt im Dorf Roșia (Rothberg) im Kreis Sibiu, auf der Hochebene des Hârtibaciu östlich von Hermannstadt.

Wann wurde die Kirchenburg Rothberg gebaut?

Die romanische Basilika entstand um 1225. Das Dorf wird erstmals 1327 erwähnt, und der wehrtechnische Ausbau folgte ab dem 16. Jahrhundert.

Ist die Kirchenburg Rothberg evangelisch?

Ja. Die Siebenbürger Sachsen erbauten sie als römisch-katholische Kirche, nach der Reformation wurde sie evangelisch.

Überstand die Kirche den Angriff von 1600?

Ja. 1600 brannte das Heer Michaels des Tapferen das Dorf nieder, doch die Kirchenburg hielt der Belagerung stand.

Was ist im Inneren der Kirchenburg Rothberg besonders?

Der Barockaltar von 1782 mit sechs korinthischen Säulen und Baldachin, die Kanzel von 1781 sowie der romanische Chor und Triumphbogen.

Was gibt es in der Nähe der Kirchenburg Rothberg zu sehen?

Der Ratsturm und die Lügenbrücke in Hermannstadt sind etwa 13 km entfernt, das Kloster Cârța etwa 20 km und die Kirchenburg Valea Viilor etwa 30 km.

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