Mausoleum von Mateiaș: das Hügelmahnmal der Helden von 1916
Das Mausoleum von Mateiaș (Mausoleul de la Mateiaș), auch Heldenmausoleum genannt, steht auf dem Mateiaș-Hügel im Kreis Argeș, 11 km von Câmpulung an der Straße Richtung Kronstadt (Brașov). Es ehrt die Soldaten des Ersten Weltkriegs, birgt die Gebeine von über 2300 von ihnen und steht unter Denkmalschutz.
Das Denkmal auf dem Mateiaș-Hügel ehrt Soldaten, die im Herbst 1916 wochenlang einen besser ausgerüsteten Gegner aufhielten und sich dann „unbesiegt“ zurückzogen; heute brennt dort eine ewige Flamme in einer Schale aus Albești-Stein.
Die Geschichte des Mausoleums von Mateiaș
Das Mausoleum erinnert an die Kämpfe im Herbst 1916, kurz nach dem Kriegseintritt Rumäniens. Im Gebiet von Mateiaș hielt die Gruppe Nămăiești unter General Traian Găiseanu, bestehend aus der 22. und der 12. Infanteriedivision, vom 8. Oktober bis zum 23. November 1916 (neuen Stils) einem deutlich besser ausgerüsteten und viel besser vorbereiteten Gegner stand. Die Kämpfe hier stoppten den Vormarsch der Mittelmächte in Richtung der Walachischen Ebene. Doch die Front wurde am Jiu, weit im Westen, durchbrochen, und die Soldaten der beiden Divisionen erhielten den Befehl, sich unbesiegt in Richtung Târgoviște zurückzuziehen, am 16. November (29. November neuen Stils).
Das Mahnmal selbst, auf dem Mateiaș-Hügel an der Europastraße E574 (DN 73) gelegen, entstand später, zwischen 1928 und 1935, nach Plänen der Architekten Dumitru Ionescu-Berechet und State Baloșin durch den Bauunternehmer De Nicolo. Hauptbaustoff war Kalkstein aus Albești. Das Gebäude besteht aus zwei Teilen: einem waagerechten, dem Ossuarium, das in 31 Krypten die Gebeine von über 2300 rumänischen Soldaten birgt, und einem senkrechten in Form eines Turms, zu dem eine Wendeltreppe hinaufführt und der in einem Pavillon endet.
Durch die Kalksteinmauern drang Wasser ein, weshalb das Heldendenkmal von Mateiaș von 1945 bis 1976 Instandsetzungsarbeiten unterzogen wurde, die sich über mehr als drei Jahrzehnte hinzogen. Das Erdbeben vom 4. März 1977 verursachte dann zahlreiche Risse, sodass 1978 Sicherungsarbeiten folgten.
Zwischen 1980 und 1984 wurde das Mausoleum erweitert. Hinzu kamen eine Paradeterrasse, eindrucksvolle Zugangstreppen und Museumsräume sowie ein 16 m langes und 3,5 m hohes Reliefbild des Bildhauers Adrian Radu aus Câmpulung. Außerdem wurde eine Schale aus Albești-Stein gebaut, in der eine ewige Flamme zum Gedenken an die bei Mateiaș gefallenen Helden brennt. Das Denkmal steht an Position 1010 der Liste der historischen Denkmäler, mit dem Code AG-IV-m-A-14017. Es ist ein Ort des Gedenkens, daher ist ein respektvoller Besuch angemessen.
Kuriositäten rund um das Mausoleum von Mateiaș
- Das Ossuarium birgt die Gebeine von über 2300 rumänischen Soldaten in 31 Krypten.
- Die Soldaten der beiden hier kämpfenden Divisionen erhielten am 16. November 1916 (29. November neuen Stils) den Befehl, sich „unbesiegt“ zurückzuziehen, nachdem die Front weit entfernt am Jiu durchbrochen worden war.
- Das Mausoleum hat einen senkrechten Teil in Form eines Turms, zu dem eine Wendeltreppe hinaufführt und der in einem Pavillon endet.
- Durch die Kalksteinmauern eindringendes Wasser hielt das Denkmal von 1945 bis 1976 in Reparatur, und das Erdbeben von 1977 riss es erneut auf.
- Das in den 1980er Jahren hinzugefügte Reliefbild ist 16 m lang und 3,5 m hoch, ein Werk von Adrian Radu aus Câmpulung.
- Eine ewige Flamme brennt in einer Schale aus Albești-Stein, demselben Stein, aus dem das Bauwerk errichtet wurde.
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Das Mausoleum von Mateiaș besuchen: Das lohnt sich
- Das Denkmal steht auf dem Mateiaș-Hügel an der DN 73 (E574), 11 km von Câmpulung Richtung Brașov.
- Der Zugang führt über eindrucksvolle Treppen zu einer Paradeterrasse, beide 1980–1984 hinzugefügt.
- Achten Sie auf den Turm mit Wendeltreppe und Pavillon, das lange Reliefbild und die Schale mit der ewigen Flamme.
- Die Erweiterung umfasst Museumsräume; die Quellen nennen keine Einzelheiten, prüfen Sie daher vor der Anreise die aktuellen Öffnungszeiten.
- Das Kloster Curtea de Argeș (etwa 39 km), das Schloss Cantacuzino (etwa 34 km) und das Kloster Sinaia (etwa 33 km) sind die nächsten anderen Orte dieser Website.
Öffnungszeiten, Zugang und Bedingungen können sich ändern. Bitte vorab prüfen.
Karte: Lage von Mausoleum von Mateiaș
Karte: © OpenStreetMap-Mitwirkende
Fotos: Mausoleum von Mateiaș





Fragen
Wo liegt das Mausoleum von Mateiaș?
Es steht auf dem Mateiaș-Hügel in der Gemeinde Valea Mare-Pravăț, Kreis Argeș, an der DN 73 (E574), 11 km von Câmpulung Richtung Brașov.
Woran erinnert das Mausoleum von Mateiaș?
Es ehrt die Soldaten des Krieges von 1916–1918 und erinnert an die Kämpfe im Herbst 1916, in denen die Gruppe Nămăiești hier den Vormarsch der Mittelmächte aufhielt.
Wie viele Soldaten ruhen im Mausoleum von Mateiaș?
Das Ossuarium birgt die Gebeine von über 2300 rumänischen Soldaten in 31 Krypten.
Wann wurde das Mausoleum von Mateiaș gebaut?
Es wurde zwischen 1928 und 1935 erbaut und von 1980 bis 1984 um eine Terrasse, Treppen, Museumsräume und ein Reliefbild erweitert.
Wer hat das Mausoleum von Mateiaș entworfen?
Die Pläne stammen von den Architekten Dumitru Ionescu-Berechet und State Baloșin, Bauunternehmer war De Nicolo. Das Reliefbild der 1980er Jahre schuf Adrian Radu.
Was gibt es in der Nähe des Mausoleums von Mateiaș zu sehen?
Das Kloster Sinaia liegt etwa 33 km entfernt, das Schloss Cantacuzino etwa 34 km und das Kloster Curtea de Argeș etwa 39 km.
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